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Sollte Gin ins Gefrierfach?

 

 

Gin – Ein moderner Klassiker

Gin gehört wohl zu den ältesten und bekanntesten Spirituosen und hat auch im 21. Jahrhundert nichts von seinem ursprünglichen Reiz verloren. Der meist farblose Wacholderschnaps bekommt seinen Geschmack aus der Aromatisierung der unterschiedlichsten Gewürze, Kräuter, Früchte und Blüten. Doch was passiert, wenn das edle Destillat auf Eisfach-Temperaturen trifft?

 

Todesurteil Eisfach oder genialer Schachzug?

Wie alle Spirituosen gehört auch Gin zu der Gruppe von Getränken, die während ihrer Lagerung langsam aber konstant “altern”. Diesen Vorgang nennt man Oxidation. Das bedeutet, dass der Inhalt der Flasche mit Sauerstoff reagiert und sich in Geschmack und Aussehen verändert.
Wärme, Zeit und Sonnenlicht beeinflussen und beschleunigen diesen Vorgang und schaden auf Dauer gesehen dem Geschmack. Eine kühle Lagerung des Gins ist also von Vorteil.
Allerdings können bei einer zu starken Abkühlung, wie zum Beispiel im Eisfach, diese geschmacklich fein abgestimmten und aromatischen Nuancen, die den Gin zu einem wahren Erlebnis machen, nicht mehr ausreichend wahrgenommen werden. Dem edlen Destillat geht damit sein Reiz verloren. Da der Alkoholgehalt davon jedoch nicht betroffen ist, ist es eine reine Geschmacksache.

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Geschmack = Temperatur?

Lebensmittel, darunter auch der Gin, erhalten ihren Gesamteindruck aus der Kombination von Geschmacksinn und Geruchssinn. Über die Rezeptoren auf der Zunge werden die Geschmacksqualitäten erkannt und an das Gehirn weitergeleitet: süß, sauer, herb, bitter.
Je nach Temperatur werden einzelne Geschmacksqualitäten mehr oder weniger wahrgenommen. So können zum Beispiel Bitterstoffe bei kühleren Temperaturen stärker wahrgenommen werden. Bei wärmeren Temperaturen hingegen verflüchtigen sich die Inhaltsstoffe und der Geruch wird betont.
Für den vollen Aromagenuss von Gin empfiehlt sich somit eine sonnengeschützte, stehende Lagerung bei einer Temperatur von ca. 10 Grad Celsius. Ein fester Verschluss der Flasche wirkt zudem dem Verdunstungsprozess (Oxidation) und der damit verbundenen geschmacklichen Veränderungen der aromatischen Feinheiten entgegen. Nichts desto trotz: Gin trinkt man am besten … sofort.

 

Kühl, Kalt, … zu spät: Eingefroren …

(Eis)Kalt lagern mag je nach Geschmack also seine Reize haben, birgt aber durchaus auch Probleme. So kann eine Flasche nach Gefrieren der Flüssigkeit platzen. Wie das passieren kann?
Tiefkühltruhen können eine Kühltemperatur von bis zu -18 Grad Celsius erreichen. Der Gefrierpunkt von reinem Alkohol liegt bei -114 Grad Celsius. Was für reinen Alkohol also kein Problem darstellt, ist bei Spirituosen, die sich aus Wasser und Ethanol zusammensetzen, ein unweigerliches Todesurteil: denn Wasser gefriert schon bei 0 Grad Celsius. Je höher also der Wasseranteil einer Spirituose ist, desto schneller wird der Gefrierpunkt erreicht. Eine Orientierung für den jeweiligen Gefrierpunkt bietet die Volumenprozent-Angabe. Wer also vorher liest kann hinterher besser genießen.

Zum Platzen der Flasche kommt es schließlich dadurch, dass sich das beigemischte Wasser während des Gefrierprozesses ausdehnt, mehr Platz für sich beansprucht und sich auch von einer beengten Glasflasche in seinem Ausdehnungsprozess nicht stoppen lässt. Die gute Nachricht dabei ist, dass qualitativ-guter Gin ab einem Alkoholgehalt von 40% vol. einen Gefrierpunkt bei -25 Grad Celsius besitzt und somit einem (eis)gekühlten Genießen nichts im Wege steht. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel und so ist bei vielen industriell hergestellten Gins das gesetzliche Minimum von 37,5% Vol. zwar garantiert, gleichzeitig erhöht sich dadurch aber die Gefahr einer mehr oder weniger großen Gin-Katastrophe.

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