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Rühren oder Schütteln? Tipps für die Gin-Cocktail-Zubereitung

 

 

„Ein lauwarmer Drink beschert Dir einen lauwarmen Gast.“ Ein altes Sprichwort in der Barszene. “Eiskalt und erfrischend, so und nicht anders muss ein gutes Bargetränk sein.” Um diesen Zustand zu erreichen braucht es einen Shaker.
Die meisten Cocktails können in relativ warmen Zustand am besten miteinander vermischt werden. Aber wie schmeckt denn ein warmer Cocktail? Der Shaker sorgt also dafür, dass die beiden warmen Spirituosen oder Getränke sich verbinden und noch im Shaker auf ein prickelnd eisiges Bargetränkt herunter gekühlt werden. Das perfekte Geschmackserlebnis ist entstanden.

 

Blick in die Geschichte: Der Cocktail im Glas

Ausnahmen bestätigen aber immer wieder die Regel und so gab es im 19. Jahrhundert, als die ersten Bars und Ausschanklokalitäten gegründet wurden, noch ziemlich einfache Mischgetränke. Es war kein komplizierter Mischvorgang nötig und mit einem Glas, einem Löffel und ein bisschen Obst zum verzieren und versüßen war der Cocktail schnell fertig.
Klassische Gin-Cocktails wie der Martini, der König der Cocktails, oder der Gimlet, dem heilende Kräfte nachgesagt wurden, haben den Gin zusammen mit der aufstrebenden Cocktailkultur und den über die Jahrhunderte hinweg weiterentwickelten Rezepten zu einem Klassiker gemacht. Wen wundert es also, dass das allseits beliebte Getränk damals wie heute ein Muss für Genießer darstellt. Und durch die zahlreichen Variationsmöglichkeiten und Geschmacksrichtungen ist auch für jeden etwas passendes dabei.

 

Shaken oder Rühren?

Um schnell einen eisgekühlten, prickelnden Cocktail zu bekommen führt kein Weg am Shaker vorbei. Dieses Kühlverfahren hat jedoch auch seine Nachteile. Einige Getränke, besonders Mischungen mit Wein, trüben durch das Shaken ein und verlieren zusätzlich einen Teil ihres Aromas.

So entsteht unter Anderem der klassische Martini. Die Zutaten werden dabei zusammen mit Eis in ein Rührglas gegeben und gut gerührt. Anschließend wird das Gemisch in ein gekühltes Martiniglas abgeseiht um die Eiswürfel auszusondern. Je nach Geschmack kann dann noch mit einer Zitronenschale oder einer Olive garniert werden.

 

Die goldene Shaker-Regel

Die „goldene Regel“ lautet also: alle Flüssigkeiten des Bargetränks werden in einen Mischbecher mit Eis gegeben. Um sicherzustellen, dass alles mit dem Eis in Berührung kommt, sollte der Mischbecher etwas schräg gehalten werden. Nach gleichmäßigem Verrühren kommt nach etwa 20 Sekunden der Strainer zum Einsatz. Dieses spezielle Bargerät dient dazu, die Flüssigkeit ohne Eiswürfel oder Fruchtstücke in das Cocktailglas abzufüllen.

Ähnlich verhält es sich bei einem Cocktail, bei dessen Zubereitung der Shaker zum Einsatz kommt. Bei einem Gin Fizz werden alle Zutaten außer dem Soda Water in den Shaker gegeben, dieser wird mit Eiswürfeln aufgefüllt und kräftig geschüttelt. Danach wird das Mischgetränk in ein Glas abgeseiht und mit ca. 2-3 cl frischem Soda Water aufgefüllt. Und schon ist der Cocktail geshaked.

 

Schütteln, Schwenken oder nur leicht Neigen?

Das Geheimnis des Shakers ist die richtige Bedienung: schnell und zügig muss geschüttelt werden um ein perfektes Ergebnis zu bekommen. Der Spielraum dafür liegt zwischen 8 und 12 Sekunden. Was bis dahin nicht gekühlt ist, wird auch nichts mehr werden. Längeres Schütteln hilft also nichts. Um dem perfekten Ergebnis ein bisschen nachzuhelfen empfiehlt es sich, die Eiswürfel nicht direkt aus dem Gefrierfach zu nehmen, denn zwischen einer Temperatur von -1 Grad und 0 Grad Celsius kann man die Eiswürfel am besten kühlen.

Ist das Eis erstmal vorbereitet wird der festverschlossene Shaker in beide Hände genommen. Es empfiehlt sich den Daumen auf dem Deckel zu halten. Das Shaken selbst geschieht in waagrechter Position. Der Aufsatz zeigt in Richtung Brust. Dann beginnt die heiße Phase: jetzt muss so schnell wie möglich geschüttelt werden.
Was jetzt noch folgt ähnelt dem einfachen Verrühren von Spirituosen: Das gekühlte Mischgetränk wird abgeseiht. Je feiner die Gewürze, desto notwendiger ist ein “double-strain-Verfahren”. Damit ist ein doppeltes Filtern des Mischgetränkes gemeint, damit keine kleinen Stückchen oder Reste ins Glas gelangen.

 

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